2008-03-29

Freiheit die ich meine

Ja die Freiheit... Da gibts soviele Interpretationen, Auffassungen, Studien, Aphorismen... und u.a. auch den Begriff der Informationsfreiheit! Diese ist ja leider momentan in einigen Ländern nicht so sehr ausgeprägt, weshalb man umso mehr hierzulande von seinem Recht auch Gebrauch machen sollte, sprich, die zahlreichen Informationsquellen zu unterschiedlichsten Themen nutzen! Eine davon ist die bpb...

Die Bundeszentrale für politische Bildung (Website: http://www.bpb.de/) kennt der ein oder andere ja noch aus Schulzeiten als man in Vorbereitung auf irgendein Referat und/oder Klausur sich etwas vertieft mit dem ein oder anderen auseinandersetzte. Schwerpunkt waren dabei die Fächer Geschichte und Gemeinschaftskunde sowie vereinzelt auch Geographie. Nun verfolge ich in unregelmäßigen Abständen die Entwicklung bzw. die neuesten Veröffentlichungen, und so ist mir natürlich auch nicht das Dossier Lateinamerika entgangen. Man nimmt den Veränderungsprozess der letzten Jahre in Lateinamerika als Anlass, die jüngsten Entwicklungen in den einzelnen Ländern (19 um genau zu sein...) hinsichtlich bestimmter Gemeinsamkeiten oder auch Unterschiede hin zu analysieren.

Die aktuelle Märzausgabe des Freien Magazins katapultierte die bpb wieder in mein Gedächtnis und veranlasste mich dazu diese Zeilen zu verfassen...
Grund ist eine Rezension zum Buch "Freie Software. Zwischen Privat und Gemeineigentum" von Volker Grassmuck welches ich vor nicht ganz einem Jahr in großen Teilen gelesen habe und ich nur wärmstens empfehlen kann (Website: http://freie-software.bpb.de/). Achso: erschienen ist das Buch natürlich bei der bpb und kann auch dort gegen einen Preis von 2,- Euro bestellt oder einfach als PDF heruntergeladen werden.

Grassmuck schildert das Phänomen freier Software mithilfe eines teilweise recht umfangreichen historischen Abrisses. Da wird auf solche Meilensteine wie die Entwicklung des Buchdruckes ebenso verwiesen, wie auf den Siegeszug des PC Mitte der 80er, der Gründung des GNU-Projektes 1983 oder dem weltweiten Einzug des Internets. Insgesamt ist das alles ziemlich wissenschaftlich und teilweise recht theoretisch.
Praktischer wird es sozusagen dann, wenn er in den Kapiteln "Die Software" oder "Lizenzmodelle" konkrete Projekte der community vorstellt. So wird neben meiner Lieblingsdesktopumgebung KDE auch der Webserver Apache sowie das in weiten Teilen dem kommerziellen Photoshop ebenbürtige Grafikprogramm GIMP näher betrachtet. Sehr lesenswert sind auch die Abschnitte zu den Lizenzen, wenngleich durch die Version 3 der GPL nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand.

Wer sich also mal mit Freier Software theoretisch auseinandersetzen will bzw. schon immer ein Buch in den Händen haben wollte um das ein oder andere zum Thema nachschlagen zu können, dem sei das Buch wärmstens empfohlen.